NoRMAhl
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Sonne im Dezember I Punk ist keine Religion I
Auf, zum Kamfp
Musik aus Trotz geboren
1978 - Im Karls-Gymnasium in Stuttgart überschreiten drei 13- bis 14-jährige erstmals öffentlich die Grenzen des damals gängigen musikalischen Anstands. Ohne Grundausbildung, aber mit der Fähigkeit, Wut und Frustration in Worte und Töne zu transformieren, missionieren NoRMAhl die ersten 40 Schüler für „ihre“ Religion: Punk.
Der Wirbel um die Sex Pistols in England war erst ein Jahr her. 1980 nahmen NoRMAhl die erste Schallplatte auf. Sie spielten in Frankfurt und Berlin, in einem Plattenladen dort standen sie in den „Verkaufs-Charts“ auf Platz drei. Sie suchten für ihre Musik nach alternativen Vertriebswegen jenseits der Mechanismen der Musik-Industrie, tauschten ihre Scheiben mit denen von anderen Bands. Die nächsten von insgesamt 12 LPs erschienen bei einer kleinen Firma – und dann landeten NoRMAhl bei BMG Ariola. In den 90gern tourten sie durch die Schweiz, die Tschechoslowakei, Österreich, Südtirol, irgendwann „hat man keine Unterhose mehr “ und ist „ein bisschen verroht“. Es war „wie in einer Ehe – du bist 30, 40 Tage unterwegs, du hockst dauernd aufeinander“ und teilst den immergleichen Alltag aus Bühne, Hotel, Party, Busfahrt, Bühne, Hotel…
Irgendwann hatten sie einander rechtschaffen satt und trennten sich 1996 nach 18 gemeinsamen Jahren. 2002 setzten sie sich wieder an einen Tisch: Sie mussten Zweitverwertungsrechte alter Songs besprechen. Die Atmosphäre war gespannt. Die ersten Worte kamen tröpfelnd. Besa servierte Bier. Nach der ersten Kiste waren sie sich einig, dass man wieder was miteinander machen muss. Am Ende stand die Wiedervereinigung, ein Album „IN RI 21“, – eine Tournee mit nie geglaubten, randvollen Konzert-Sälen.




